Post-Privacy, Transparenz- und Fakebook-Kunst

Vielen ist Datenschutz anscheinend egal. Scheinbar gleicht ihr Leben einem offenen Tagebuch, in dem sie intime Details und peinliche Geheimnisse preisgeben, ganz im Sinne des Post-Privacy-Mottos, man solle nicht löschen und vergessen, sondern verzeihen. Doch vieles, was man im Internet mit Freunde und Fremden teilt, ist von der Wahrheit weit entfernt. Digitale Lügen und geschönte Wunschbilder dominieren die Daten der Massen. Unerwünschte Ansichten werden verschwiegen oder nur mit denen geteilt, die ohnehin die gleiche Meinung haben. „Auch im Netz regiert die Schweigespirale,“ berichtete die FAZ.

Mehrere künstlerische Projekte beschäftigen sich mit diesen Phänomenen. Als „Fakebook“ produzierte die niederländische Künstlerin Zilla van den Born ihren glaubhaften, aber erfundenen Bericht über eine vermeintliche Asienreise. Die manipulierten Fotomontagen und Chat-Kulissen täuschten sogar Freunde und Eltern. Mit ihrem „Fakebooking“ kritisiert Zilla die Leichtgläubigkeit, mit der wir oftmals Opfer geschönter Bilder und Werbebotschaften werden.

Intimacy 2.0 (Quelle: Wikimedia)

Während es an politischer Transparenz oft mangelt, ist modische Transparenz überall zu sehen. Das Kunstprojekt Intimacy 2.0 von Daan Roosegaarde spielt mit Selbstdarstellung und Voyeurismus und zeigt Stoffe die bei Erregung durchsichtig werden.

Ungewollte Transparenz thematisieren Xuedi Chen und Pedro Oliveira. Mit ihrem Data Striptease x.pose wollen sie unsere unbewusste Dauerentblößung bewusst machen, indem sie sie „aus der vermeintlich unkonkreten virtuellen Welt“ in die materielle Realität übertragen. Das Kunstwerk ist ein interaktives Kleid, dessen Elemente die Stadtviertel von New York repräsentieren. Die einzelnen Elemente werden transparent, wenn die Künstlerin den entsprechenden Stadtteil besucht.

Yin Xiuzhen aus China macht aus Kleidern Kunst

Yin Xiuzhen (Foto: dpa)
Foto: Caroline Seidel/dpa +++ © dpa – Bildfunk +++

Bericht über die faszinierende Ausstellung einer faszinierenden Künstlerin aus China: Yin Xiuzhen steht am 14.12.2012 in der Kunsthalle in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) vor ihrem Objekt „Collective Subconscious“. Zu sehen sind ihre Kunstwerke vom 15.12.2012 bis 10.03.2013 in der Düsseldorfer Kunsthalle.
www.kunsthalle-duesseldorf.de

Öko – ökologisch, ökonomisch, aber auch schön?

Natürlich, so kanns gehen – umweltfreundlich, praktisch und gleichermaßen schön, und weil auch hier ein gesundes Misstrauen gegenüber großen und billigen Anbietern vor möglichem Betrug und Etikettenschwindel angebracht ist, lohnt sich auch hier der persönlich bekannte Hersteller.

Was bei Nahrungsmitteln inzwischen hinlänglich bekannt ist, wenn auch oft nicht beachtet wird, gilt auch mehr und mehr für Mode und andere Lebensbereiche. Ökologische und faire Produktion ist eines, lokale also heimische Herstellung ein wichtiger anderer Aspekt für Umwelt und Arbeitsmarkt, und auch das Recycling muss man nicht der Müllabfuhr überlassen, sondern man findet in kleinen Läden witzige und nützliche Ideen nach dem Motto aus alt mach neu!

Grüne Mode – www.kirstenbrodde.de
Eco Fashion Guide von EcoFashionWorld.com
Green Fashion bei EcouTerre.com
Green Fashion bei TreeHugger.com

Video-Dokumentation: Das gerechte Hemd – Indiens Bio-Baumwolle