Ausgediente Laptops der Bildung spenden

Nicht nur zu Weihnachten beschenken wir uns gerne in unserem Wirtschaftswunderland. Neue Technik ist immer noch sehr beliebt: E-Book-Reader, Smartphones, Fernseher oder ein neuer Computer. Die alten Geräte stehen herum oder landen im Müll, weil sie scheinbar nicht mehr gut genug sind. Dabei lassen sich besonders ältere Laptops sehr gut als öffentliche Computer in Bibliotheken und Schulen nutzen, dort wo Computer und Bildung immer noch Mangelware sind. Wikipedia und Open Office eröffnen Schülern Zugang zu Bildung, Kultur und Freiheit. Der gemeinnützige Verein Labdoo bringt gespendete Geräte auf den neusten Stand und bringt sie dorthin, wo sie gebraucht werden, sei es in Entwicklungsländern, oder in deutschen Flüchtlingsheimen. www.labdoo.org

Recht auf Vergessenwerden

Der Artikel „Recht auf Vergessenwerden“ von Ingo Steinke erschien erstmals im November 2014 im MCG-Brief des Marie-Curie-Gymnasiums Düsseldorf.

Was viele Schüler sehr gut können, das fällt dem Internet ziemlich schwer: das Vergessen.

Täglich werden viele Daten gesammelt und hochgeladen. Das Wissen der Menschheit wächst, Schwarmintelligenz und Big Data machen uns immer schlauer, und das gewonnene Wissen wird nur im Dienste der Allgemeinheit verwendet. So könnte die schöne neue Welt sein, aber bekanntlich verhält es sich in Wirklichkeit ein bisschen anders.

Wahr ist, dass sehr viele Daten erfasst und hochgeladen werden. Firmen, Geheimdienste und Kriminelle beobachten uns und können unsere Daten in ihrem Interesse nutzen. Wissen ist Macht, und diese Macht kann auch gegen denjenigen verwendet werden, über den man viel weiß.

Wieviel tatsächlich über einen Menschen gespeichert wird, wollte der Politiker Malte Spitz ganz genau wissen. Er forderte von Firmen wie Facebook Berichte über die gespeicherten Daten. Seine Recherchen sind als Buch mit dem Titel „Was macht ihr mit meinen Daten“ erschienen.

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Kaufen und helfen

Mithilfe von Seiten wie ­Bildungsspender.de ­Planethelp.de­ oder ­Schulengel.de­ können Kunden online einkaufen und in der realen Welt Gutes tun. Will ein Kunde zum Beispiel eine Waschmaschine kaufen, geht er vorher auf eine solche Seite und wählt aus Hunderten von Läden einen aus, beispielsweise Jako-O, Zalando oder OTTO. Klickt man etwa den OTTO-Versand an, wird er auf dessen Seite geleitet. Wenn er dort bestellt, verspricht Otto, 6 Prozent des Preises an eine Hilfsorganisation zu spenden. Der Kunde kann zuvor auswählen, an welche Organisation oder Einrichtung das Geld gehen soll. Das kann auch die Schule der eigenen Kinder sein. Falls sie dort noch nicht registriert ist, kann er das selber nachholen. Siehe auch: „Beim Kaufen Gutes tun“ – Bericht der Stiftung Warentest.

Wer einen neuen Laptop-Computer kauft, hat dadurch ein älteres, aber meistens noch funktionstüchtiges Modell übrig. Wenn kein Bedarf in der eigenen Familie besteht, kann man das Gerät
der
Hilfsorganisation Labdoo
spenden. Es wird dann als Internetzugang für Schulen verwendet, die sich keine eigenen Computer leisten können.