Blog-Software im Cloud-Zeitalter

Einfach und bequem soll das “bloggen” sein. Als “Influencer” verbreiten Blogger Information und Desinformation, Meinung und Werbung, solange ihre Blogs nicht ausfallen oder gehackt werden. Sicherheit und Datenschutz (vgl. “Recht auf Vergessenwerden”) werden oft ebenso unterschätzt wie die Geschwindigkeit (Web Performance) der Blogsoftware.

Technologisch gesehen bedienen sich die beliebten Blog- und Redaktaionssyste (allen voran WordPress auf 25% aller Websites laut Wirtschaftsmagazin Forbes), dabei der Softwarearchitektur des 20. Jahrhunderts, die beim Einsatz weltweit verteilten Cloud-Systemen schnell an ihre Grenzen stößt.

Einzelner Frachtcontainer auf einem kleinen Ruderboot

So wie der hier gezeigte Transport eines einzelnen Frachtcontainers auf einem kleinen Ruderboot verbessert auch der Einsatz der populären Docker-Container in kleinen Softwareprojekten meist wenig. Die strukturellen Probleme bleiben bestehen. Ein Ausfall oder Hackerangriff auf einen Teil der Software führt dann häufig zum Ausfall des gesamten Systems. Eine moderne skalierbare und ausfallsichere Software in der Cloud setzt stattdessen auf ein dezentrales Netzwerk vieler kleiner Softwareteile, um das Gesamtsystem weniger störungsanfällig zu gestalten. Der Film- und Serienanbieter Netflix betreibt dieses Softwareprinzip sehr erfolgreich im ganz großen Stil.

Als Blog-Software in diesem Sinne besser geeigent sind leichtgewichtige Systeme, die die klassischen Datenbankserver durch versionierbare Dateien ersetzen und die Aufteilung in viele voneinander unabhängige Softwarekomponenten erlauben. Headless CMS wie Directus, abgekoppelte (decoupled) Versionen bestehender CMS, oder andere, für Programmierer vielversprechende Ansätze wie HUGO oder mavo sind allerdings momentan noch keine ernsthafte Alternative für Blogger und Redakteure. Mit der nötigen technischen Erfahrung lässt sich aber auch damit in kurzer Zeit eine Website aufsetzen, wie hier beim Sevenval Hackathon Woodhack als CMS in a Container auf sloppy.io:
Woodhack.de - CMS in a Container
CMS in a container: lightweight content management using hugo
@GoHugoIO + git + docker + @sloppyIO at @sevenval #woodhack #hackathon 2017

Um die Geschwindigkeit bestehender WordPress-Blogs zu verbessern, gibt es verschiedene Ansätze. Zur Verringerung der übertragenen Datenmengen kann man optimierte Themes verweden oder bestehende mithilfe von Plugins komprimieren, wobei letzteres jedoch oft zulasten der Verarbeitungsgeschwindigkeit geht. Zur bechleunigten Auslieferung gleichbelibender Inhalte sollte ein Cache oder Content Delivery Network vorgeschaltet werden. All diese Aufgaben zusammen erledigt wao.io mit einen Varnish Cache, der nachträglichen Minimierung von HTML, CSS und JavaScript sowie einer sehr effiziente Bildoptimierung als Cloud-Service auf Servern in Deutschland. Für einen kleinen Blog wie diesen ist wao.io sicherlich eine der besten Ergänzungen.

Links

Better WordPress Minify (Plugin von BetterWP.net)
Minify HTML (WordPress Plugin von Tim Eckel)
wao.io (Web Accelerator von Sevenval Technologies GmbH)< HUGO (“The world’s fastest framework for building websites”
mavo.io (Store data in the cloud by just changing an HTML attribute)
sloppy.io (“Containers and microservices the DevOps way”)

Automatisierte Stil- und Textanalyse

Leser informieren und unterhalten, oder einfach nur die eigenen Notizen beim späteren Lesen noch verstehen wollen, sind nur zwei von vielen Gründen für einen klaren und prägnanten Schreibstil. Wie schreibe ich gute Artikel? Der gleichnamige Wikipedia-Leitfaden zeigt konkrete Beispiele verschiedener Schreibstile und plädiert für Prägnanz und Verständlichkeit.

Messbare Textmerkmale wie Satzlänge, Schlagwortdiche oder die Anzahl von Fremd- und Füllwörten ermöglichen automatisierte Bewertung und Formulierungshilfen, beispielsweise mit dem WordPress-Plugin Yoast SEO.

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Tomás Saraceno – in orbit – begehbare Kunst unter dem Dach des K21

in orbit - Installation von Tomás Saraceno im K21 in Düsseldorf
Foto © 2013 Studio Tomás Saraceno

Hoch hinaus: eine begehbare Kunst-Installation von Tomás Saraceno lädt mutige Museumsbesucher ein, hoch über der Eingangshalle des K21 im ehemaligen Ständehaus Düsseldorf in einer Drahtkonstruktion herumzuklettern. Eindrucksvoll ist es bereits, den anderen Besuchern dabei zuzusehen, wie sie sich scheinbar schwerelos unter dem Glasdach des renovierten Gebäudes bewegen. Passend benannt war der Thementag “Im Netz der Spinne” im November 2013. Die Ausstellung war ursprünglich bis Ende 2015 geöffnet, wurde wegen großer Beliebtheit mehrfach verlängert und ist auch 2017 wieder öffentlich begehbar.

www.kunstsammlung.de/entdecken/ausstellungen/tomas-saraceno.html

Ausgediente Laptops der Bildung spenden

Nicht nur zu Weihnachten beschenken wir uns gerne in unserem Wirtschaftswunderland. Neue Technik ist immer noch sehr beliebt: E-Book-Reader, Smartphones, Fernseher oder ein neuer Computer. Die alten Geräte stehen herum oder landen im Müll, weil sie scheinbar nicht mehr gut genug sind. Dabei lassen sich besonders ältere Laptops sehr gut als öffentliche Computer in Bibliotheken und Schulen nutzen, dort wo Computer und Bildung immer noch Mangelware sind. Wikipedia und Open Office eröffnen Schülern Zugang zu Bildung, Kultur und Freiheit. Der gemeinnützige Verein Labdoo bringt gespendete Geräte auf den neusten Stand und bringt sie dorthin, wo sie gebraucht werden, sei es in Entwicklungsländern, oder in deutschen Flüchtlingsheimen. www.labdoo.org

Recht auf Vergessenwerden

Der Artikel “Recht auf Vergessenwerden” von Ingo Steinke erschien erstmals im November 2014 im MCG-Brief des Marie-Curie-Gymnasiums Düsseldorf.

Was viele Schüler sehr gut können, das fällt dem Internet ziemlich schwer: das Vergessen.

Täglich werden viele Daten gesammelt und hochgeladen. Das Wissen der Menschheit wächst, Schwarmintelligenz und Big Data machen uns immer schlauer, und das gewonnene Wissen wird nur im Dienste der Allgemeinheit verwendet. So könnte die schöne neue Welt sein, aber bekanntlich verhält es sich in Wirklichkeit ein bisschen anders.

Wahr ist, dass sehr viele Daten erfasst und hochgeladen werden. Firmen, Geheimdienste und Kriminelle beobachten uns und können unsere Daten in ihrem Interesse nutzen. Wissen ist Macht, und diese Macht kann auch gegen denjenigen verwendet werden, über den man viel weiß.

Wieviel tatsächlich über einen Menschen gespeichert wird, wollte der Politiker Malte Spitz ganz genau wissen. Er forderte von Firmen wie Facebook Berichte über die gespeicherten Daten. Seine Recherchen sind als Buch mit dem Titel “Was macht ihr mit meinen Daten” erschienen.

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