Masters of Minimal Music

“Masters of Minimal” präsentiert die minimal Music von ihren amerikanischen Ursprüngen bis hin zu gegenwärtigen Formen, die sinfonische und akustische mit experimentellen elektronischen Klängen mischen.

Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick spielen mit einem zehnköpfigen Ensemble live in der Düsseldorfer Tonhalle. Die Berliner Formation hat mittlerweile Kultstatus. Brandt Brauer Frick bringen das Erbe von Minimalisten wie Reich und Riley zeitgemäß auf die Bühne, in einer klugen Fusion aus Techno und Klassik, Jazz und Minimal mit Moog Synthesizer, Perkussion, E-Bass und Keyboard treffen auf Posaune, Tuba, Violine, Violoncello, Harfe und Klavier.

Auch die Musikvideos sind sehenswert, hier zwei Ausschnitte aus dem Album “You Make Me Real”:

Brandt, Bauer, Frick : Caffeine (Written and directed by Danae Diaz and Patricia Luna)

Brandt, Bauer, Frick : BOP (directed by Daniel Brandt & Julian Schleef)

Tomás Saraceno – in orbit – begehbare Kunst unter dem Dach des K21

in orbit - Installation von Tomás Saraceno im K21 in Düsseldorf
Foto © 2013 Studio Tomás Saraceno

Hoch hinaus: eine begehbare Kunst-Installation von Tomás Saraceno lädt mutige Museumsbesucher ein, hoch über der Eingangshalle des K21 im ehemaligen Ständehaus Düsseldorf in einer Drahtkonstruktion herumzuklettern. Eindrucksvoll ist es bereits, den anderen Besuchern dabei zuzusehen, wie sie sich scheinbar schwerelos unter dem Glasdach des renovierten Gebäudes bewegen. Passend benannt war der Thementag “Im Netz der Spinne” im November 2013. Die Ausstellung war ursprünglich bis Ende 2015 geöffnet, wurde wegen großer Beliebtheit mehrfach verlängert und ist auch 2017 wieder öffentlich begehbar.

www.kunstsammlung.de/entdecken/ausstellungen/tomas-saraceno.html

Unbekannte Wege: tanzende Geister und grafische Gedanken

Im Kunsthaus Erkrath erstrahlt zurzeit die farbenfrohe Acrylmalerei der Künstlerin Brigitte Bruns, die unter dem Motto “Unbekannte Wege” neue und ältere Werke ausstellt. Herbstlich und geheimnisvoll wie das Bild “Tanzende Geister” oder hell und sonnig wie “Caribic Feeling”, lassen die, oft von Reisen inspirierten, Werke vielfältige Deutungsmöglichkeiten zu, denn “Kreativität ist Neugier auf die Welt in all ihren Farben.”

Acrylgemälde von Brigitte Bruns

Die Ausstellung “Unbekannte Wege” ist noch bis zum 2.11.2014 im KunsTHaus Erkrath zu sehen.

Post-Privacy, Transparenz- und Fakebook-Kunst

Vielen ist Datenschutz anscheinend egal. Scheinbar gleicht ihr Leben einem offenen Tagebuch, in dem sie intime Details und peinliche Geheimnisse preisgeben, ganz im Sinne des Post-Privacy-Mottos, man solle nicht löschen und vergessen, sondern verzeihen. Doch vieles, was man im Internet mit Freunde und Fremden teilt, ist von der Wahrheit weit entfernt. Digitale Lügen und geschönte Wunschbilder dominieren die Daten der Massen. Unerwünschte Ansichten werden verschwiegen oder nur mit denen geteilt, die ohnehin die gleiche Meinung haben. “Auch im Netz regiert die Schweigespirale,” berichtete die FAZ.

Mehrere künstlerische Projekte beschäftigen sich mit diesen Phänomenen. Als “Fakebook” produzierte die niederländische Künstlerin Zilla van den Born ihren glaubhaften, aber erfundenen Bericht über eine vermeintliche Asienreise. Die manipulierten Fotomontagen und Chat-Kulissen täuschten sogar Freunde und Eltern. Mit ihrem “Fakebooking” kritisiert Zilla die Leichtgläubigkeit, mit der wir oftmals Opfer geschönter Bilder und Werbebotschaften werden.

Intimacy 2.0 (Quelle: Wikimedia)

Während es an politischer Transparenz oft mangelt, ist modische Transparenz überall zu sehen. Das Kunstprojekt Intimacy 2.0 von Daan Roosegaarde spielt mit Selbstdarstellung und Voyeurismus und zeigt Stoffe die bei Erregung durchsichtig werden.

Ungewollte Transparenz thematisieren Xuedi Chen und Pedro Oliveira. Mit ihrem Data Striptease x.pose wollen sie unsere unbewusste Dauerentblößung bewusst machen, indem sie sie “aus der vermeintlich unkonkreten virtuellen Welt” in die materielle Realität übertragen. Das Kunstwerk ist ein interaktives Kleid, dessen Elemente die Stadtviertel von New York repräsentieren. Die einzelnen Elemente werden transparent, wenn die Künstlerin den entsprechenden Stadtteil besucht.

Von ersten Küssen und ewiger Liebe

Zum Tag des Kusses sorgte das anregende Video “First Kiss” für Aufsehen. Unbekannte küssen sich in diesem Video zum ersten Mal.

Die Neugier und Spannung, die die Schauspieler in dem Video von Tatia Pilieva zeigen, lässt bekanntlich mit der Verliebtheit im Laufe der Jahre nach. Wie ein Liebespaar das Feuer wieder zum brennen bringt, schildert Brown in seinem Roman 100 Tage Sex anhand eigener Erfahrungen.

Auf die Suche nach der ewigen Liebe begibt sich die ZDF-Reportage Die Liebesformel – alte Paare und ihr Liebesglück. Aktueller Link zur ZDF-Mediathek:
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/die-liebesformel-102.html